Selbsthilfegruppen
Wegen der schwierigen Befundlage werden an Tendomyopathie erkrankte Menschen schnell in die Ecke von Simulanten oder psychisch anfälligen Personen gestellt. Neben der Belastung durch starke Schmerzen und eine geringe Leistungsfähigkeit haben die Betroffenen zusätzlich mit dem Makel der Unglaubwürdigkeit zu kämpfen. Sie fühlen sich von Ärzten nicht verstanden, stoßen auf Zweifel und finden häufig niemanden, der ihre Lage verstehen kann oder will.Aus diesem Grund ist Patienten mit einer Tendomyopathie eine entsprechende Selbsthilfegruppe wie eine Fibromyalgieselbsthilfegruppe zu empfehlen. Dort treffen sie auf Menschen, die an ähnlichen Symptomen leiden und mit die Schmerzen und Problem im wahrsten Sinne des Wortes nachfühlen können. Die Menschen in der Selbsthilfegruppe begegnen den Neuankömmlingen offen und verständnisvoll, sie fangen die Verzweiflung der Betroffenen auf, spenden Trost und machen Mut.
Neben dieser psychosozialen Komponente verfügen Selbsthilfegruppen über Kenntnisse und Kontakte, die den Betroffenen enorm weiterhelfen können. Selbsthilfegruppen sind nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe, sondern ein Fundus von Erfahrungen, Wissen und Beziehungen. Noch wichtiger aber ist, dass Selbsthilfegruppen über detaillierte Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten von Tendomyopathie verfügen. Daneben findet hier auch ein reger Austausch über Ursachen und Therapieformen statt und es gibt häufig Vorträge und Diskussionen mit Fachleuten.
Eine Selbsthilfegruppe bietet den Betroffenen aber noch mehr. Sie bildet die Grundlage eines erweiterten oder neuen Freundeskreises. Die Mitglieder von Selbsthilfegruppen unternehmen regelmäßig etwas miteinander, auch unabhängig vom Thema Tendomyopathie. Die Selbsthilfegruppe wird hier zur Anlaufstelle zur Freizeitgestaltung, bei der Menschen, die unter ähnlichen Schmerzen leiden, gemeinsam Zeit verbringen, etwas erleben, von der Erkrankung abgelenkt werden und somit ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen.